| Videoclip | Warum der Film | Filminhalt | Rückmeldungen |
Infos zum Filmprojekt
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Wie kam es zum Film?
Der Fall von Köbi F, einem Lehrer und Sporttrainer, der Schülerinnen
und Kunstturnerinnen sexuell missbraucht hatte, führte in der ganzen
Schweiz zu Diskussionen. In der Folge erscheinen in der Presse immer wieder
Fälle von sexueller Ausbeutung oder gar Misshandlungen in den verschiedensten
Sportarten. Grund genug für uns, dieses Thema auch im Schulunterricht
ausführlich zu behandeln. Die 9.Klasse der Realschule Oberdiessbach 2001
beschäftigte sich während des Aufklärungsunterrichts damit.
Eigene Grenzen festlegen und den Mut haben, diese selbstbewusst durchzusetzen,
war ein wichtiger Bestandteil der Aufklärung.
Mitte des 9.Schuljahres, beschloss die Klasse eine Videoproduktion zum Thema
der sexuellen Ausbeutung von Jugendlichen und Kindern im Sport zu realisieren.
Dieser Film sollte im Juni 2001 an drei Abenden in Oderdiessbach auf Grossleinwand
gezeigt werden. Etwa 1000 Erwachsene und Jugendliche besuchten die drei Kinovorführungen.
Bevor es soweit war, gab es jedoch sehr viel zu tun.
Über vier Monate schrieb man ab Drehbuch. Man änderte, ergänzte,
verzweifelte, lernte und kam schlussendlich doch zu einem fertigen Script.
Hierbei wurden wir von Ruth Ramstein unterstützt. Frau Ramstein war massgeblich
am Öffentlichwerden des Falles Köbi F in Möriken beteiligt.
Ihr Buch: Der Fall Köbi F und seine Folgen lasen wir mit der Klasse.
In Gesprächen, Telefonaten und einem Besuch in der Klasse brachte Frau
Ramstein der Klasse die Verhaltensmuster der Opfer und Täter näher.
Während Monaten trainierten die Jugendlichen mit der professionelle Tanzlehrerin
Damaris Scheidegger aus Uetendorf. Zweimal wöchentlich brachte sie den
Kids Hiphop und Streetdance näher.
Wir stellten A3-Plakate her, welche auf das Thema aufmerksam machen sollen.
Hierbei wurden wir von dem Profifotografen Patric
Spahni und Jean-Jacques Bourquin von der Werbelinie,
Thun/Gwatt unterstützt. Die Plakate verschenkten wir den verschiedensten
Verbänden und Vereinen.
Parallel zum Film entstand ebenfalls ein Magazin. Darin wollten die Jugendlichen
herausfinden, ob bei der Trainerausbildung und der Trainerbetreuung die sexuelle
Ausbeutung thematisiert wird. Hierfür wurden zahlreiche Verbände
und Vereine mittels Fragebogen befragt. Die Ernüchterung der Klasse war
gross. Ein Grossteil der Fragebögen blieb unbeantwortet. Aus den spärlichen
Antworten, konnte man entnehmen, dass den Vereinen und Verbänden die
Zeit, der Wille, oder das Wissen fehlt, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Einzig die Zuständige des Tischtennisverbandes und ein Leichtathletiktrainer
aus Bern nahmen sich die Mühe, sogar noch einige persönliche Sätze
an die Schüler zu richten.
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| Katja | Ofrah | Sandra |
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Nach Abschluss des Projektes war für uns eines klar:
Eltern bleibt bis heute nichts anderes übrig, als den Verbänden,
Vereinen und den Trainern blind zu vertrauen oder die Betreuer selbst
zu kontrollieren. Diese Kontrolle gestaltet sich jedoch äusserst
schwierig. Daher erscheint es uns wichtiger denn je, dass Eltern ihren
Kindern beibringen, wie, wann und wo das Festlegen von eigenen Grenzen
sinnvoll ist. |
Der Film erzählt die Geschichte eines Streetdance-Teams. Trainiert werden die Jugendlichen von Fredu Stettler, einem engagierten und allseits angesehenen Trainer. Knallhart seien seine Trainingsmethoden, aber er mache alles für sein Team, sagen die Jugendlichen. Mike, der neu ins Dorf gezogen ist, besucht mit seiner Schwester Monika einen Streetdance-Event, bei welchem ihm Katja auffällt. Einige Zeit später trifft er im Dorf Marco, ein Mitglied des Teams. Marco schlägt ihm vor, doch einmal ein Training zu besuchen. Mike tut dies und steigt bei "Powerdance" ein. Bereits nach kurzer Zeit irritieren ihn die Verhaltensweisen des Trainers. Fredu sucht einerseits immer wieder den Körperkontakt zu den Mädchen, neigt aber auch zu äusserst verletzenden Kritiken. Mike versucht mit Marco über die Ausbeutungen zu sprechen. Dieser versteht Mikes Fragen nicht, findet Fredus Verhalten normal, da er seinen Trainer nur so kennt. "Fredu ist eben so." In seiner Freizeit arbeitet Mike bei Katjas Vater. Mike findet Katja sympathisch und macht sich besonders um sie Sorgen. Gegen aussen verhalten sich die Mädchen völlig normal, sind aufgestellt und fröhlich und verstehen nicht, warum Mike sich an Fredus verhälten stört. Mike spricht mit seinen Eltern über Fredu. Sie unterstützen ihn in seinem Handeln. Im Trainingslager beobachtet er, wie Fredu eines Nachts zu Katja ins Zimmer schleicht? (Videoclip) Nun muss Mike reagieren, gerät aber selber ins Schussfeld der Kritik
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Katja |
Mike |
Marco |
Monika |
Nach der Filmvorführung im Juni 2001 malte Ruth Ramstein (Autorin des Buches: Der Fall Köbi F und seine Folgen) der Klasse ein Bild, auf welches sie folgende Zeilen schrieb: Liebe Jugendliche Katja flüg dieser Film => ist
beeindruckend Ich gratuliere EUCH ALLEN für die Herzlichst |
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Päddu |
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„Katja flüg“ im Unterricht An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten, die zur Realisierung dieses Filmes beigetragen haben, ein Riesenkompliment für ihre grandiose Arbeit aussprechen. Ihr habt einen grossen Beitrag zur Bekämpfung des traurigen Themas des sexuellen Missbrauchs geleistet. Andreas Balmer, Primarschule Bernstrasse Steffisburg |
| Kommentar zu Katja flüg Ich bin von den Leistungen der Klasse, ihres Lehrers und aller weiteren Involvierten absolut beeindruckt. Thematisch wurde sehr sauber gearbeitet. Die Geschichte ist realistisch mit allen guten und schwierigen Reaktionen, sie könnte sich genau so abgespielt haben. Der Film ist beklemmend, spannend, sehr gut gemacht. Ich hoffe, dass er an vielen Orten - mit der notwendigen Sorgfalt und Vorbereitung - eingesetzt wird. Neben der Ausbeutungsthematik wird auch präventiv gearbeitet, indem z.B. gängige Rollenclichés in Frage gestellt werden, indem auch eine positive Liebesbeziehung zwischen Monika, der Schwester von Mike, und Marco gezeigt wird. Die Eltern von Mike und Monika reagieren sehr einfühlsam und klar. Leider ist das eine Ausnahme. Hier wäre es allenfalls sinnvoll gewesen, im Film eine Fachstelle einzubeziehen. Denn der Umgang mit sexueller Ausbeutung ist komplex und vielschichtig, genau wie das im Film dargestellt wird. Dass es - wie im Film - auch ohne Beizug einer Fachstelle geht, ist zwar richtig, aber das Risiko eines Scheiterns ist hoch. Urs Hofmann, Fachstelle mira |








